Protokoll der SEB-Sitzung
Dienstag, 10.03.2026 18:00-20:00 Uhr
Aula der Friedrich-Hiller-Schule
Teilnehmer: siehe Teilnehmerliste
TOP 1 Begrüßung
Herr Mattis begrüßt alle Anwesenden, stellt die Beschlussfähigkeit fest und übergibt
das Wort an Frau Cwiertnia-Jürs.
TOP 2 Bericht der Schulleiterin Frau Cwiertnia-Jürs
Im Rückblick auf das Schuljahr gab es eine sehr harmonische Weihnachtszeit mit
Lichterfest. Es wurde ruhig in den Januar gestartet. Die SET-Tage (sieht unter TOP 3)
und der Karneval leiteten das neue Jahr ein.
Ingesamt bestand einer hoher Krankenstand im Kollegium, der krankheitsbedingte
Ausfall von Frau Maaser in Klasse 3a führte zu wechselnden Vertretungsplänen. Es
besteht nun ein neuer Stundenplan mit Neuverteilung einiger Lehrkräftestunden. Es
besteht die Bitte, dass die Eltern im Vertrauen zur der Schule / den Lehrkräften
bleiben und Aufregungen erst einmal in Ruhe zu betrachten.
Ab dem 15.03.2026 wird Frau Beela als feste Schulbegleitung in der Klasse 3a sein.
Die Schulsozialarbeit durch Herrn Pahl bietet nicht nur Kindern einen
Ansprechpartner , sondern dient auch als Ressource für die Eltern. Die
Beratungsstunden sind auf der Bürotür von Herrn Pahl ersichtlich.
Die Brandschutzübung war sehr aufregend und spannend für die Kinder gestaltet.
Der Gartentag war ein voller Erfolg.
In Aussicht auf die Zeit bis zu den Osterferien wird die Projektwoche ab dem
16.03.2026 starten und die Pädagogischen Konferenzen stattfinden.
Ein allgemeines Thema ist der immer wieder auftretende Ärger während der
Busfahrten mit dem Regelverständnis der Kinder. Hier sind die Eltern
aufsichtspflichtig, da es sich um den Schulweg handelt. Zudem bleibt die
Verkehrssituation um die Schule herum angespannt. Es wird weiterhin gebeten, die
Kinder nicht direkt mit dem Auto an der Schule abzusetzen, da es immer wieder zu
Gefährdungssituationen (Fußgänger, Radfahrer) kommt.
Ab dem 15.08.2026 wird Altenkrempe Einzugsgebiet der Schule und der
Busfahrplan wird entsprechend angepasst, sodass auch ein Bus zur 1.Stunde fährt.
TOP 3 Vorstellung der Ergebnisse des SET vom 02.02. und 03.02.2026 mit Schwerpunkt auf die
Frau Cwiertnia-Jürs berichtet zu den beiden SET Tagen :
02.02.2026: Die Lehrkräfte und die Kräfte der OGS hatten eine gemeinsame
Fortbildung zu der bestehenden Regulation in der Schule, verschiedenen Regelsysteme (u.a. Ampel)
03.02.2026: Fortbildung zu verschiedenen Möglichkeiten, die Kinder fachlich gut
auf die Anforderungen der Schule vorzubereiten, u.a. Frontread, Leseband,
Schülerfeedback. Das Thema „Hausaufgaben: Sinn und Unsinn???“ Wurde
besprochen und eine Testphase für die dritten Schulklassen im Kollegium
beschlossen. Die Vorstellung und die Auswertung findet auf der Schulkonferenz im
Mai statt.
Frau Gitt berichtet dazu wie folgt mittels einer Power Point Präsentation:
Laut Hattie Studie 2009 bestimmen verschiedene Faktoren die Qualität von
Unterricht und Lernerfolg.
Der Mittelwert der in der Studie gemessenen Effekte (aus den Bereichen
Elternhaus, , der Lernende selbst, Schule, Lehrperson, Unterricht, Anwendung von
Lerntheorien) liegt bei ungefähr 0,4.
Hausaufgaben hingegen haben nur eine Effektstärke von gerade mal 0,29.
Als „Pro“ sprich für Hausaufgaben wurden folgende Punkte aufgeführt:
- Vertiefen der Unterrichtsinhalte
- Ohne Übung keine Festigung
- Die Kinder müssen sich auch nachmittags mit Schule beschäftigen
- Eltern können erklären und auffangen, was in der Schule nicht verstanden
wurde - Eltern sehen, was wir in Schule mit den Kindern machen
- Basiskompetenzen werden geschult
Als „Contra“ sprich gegen Hausaufgaben wurden folgende Punkte aufgeführt: - Ungerechtigkeit: Manche Eltern können helfen, andere nicht (Zeit +
Erklärungen) - Gute SchülerInnen werden noch besser, schwächere bleiben weiter zurück
- Wenig Freizeit für die Kinder (stumpfes Abarbeiten)
- Kein nachgewiesener Effekt auf Lernerfolge
- Zuhause wird anders oder ggf. sogar falsch erklärt, dadurch werden Kinder
verunsichert - Wer etwas in der Schule nicht versteht, kann es auch alleine zu Hause nicht
begreifen - Zeitlicher Aufwand für Korrekturen, Kontrollen…
- Lehrauftrag ganz klar in der Schule: Unterrichtsinhalte dürfen nicht zu Hause
erarbeitet werden (Vertiefen, Erklären, Wiederholen, Feedback…)
– Konfliktpotential bei Kindern und Eltern
-> Die Schere zwischen guten und schwächeren Lernenden wird immer größer
Folgende Erkenntnisse aus Vorreiter-Schulen wurden aufgelistet:
- Eltern zunächst skeptisch, lassen sich aber erfahrungsgemäß gut darauf ein
- Keine Verschlechterung der Noten
- Auf Familien lastet weniger Druck
- Mehr Kapazitäten für gute Unterrichtsplanung und individuelle Förderung
durch den Wegfall von HA-Kontrollen (zu Hause und im Unterricht) - Weniger Frust und Misserfolge führen zu einer positiveren Haltung gegenüber
Schule und einer höheren Motivation
Folgende Alternativen zu täglichen Hausaufgaben bestehen: - in Deutsch: regelmäßiges Lesen, Üben Basiswissen FRESCH-Strategien
- in Mathe: 1×1, Kopfrechnen, Wdh. bereits gelernter Grundrechenarten
- Reduzierter Umfang an Übungen
- Übungsaufgaben an bestimmten Tagen die Woche (ritualisiert)
Wortarten, Lernwörter/
Frau Gitt stellt klar, dass sich der Bildungsauftrag an die Schule und nicht an die
Eltern richtet. Die bisherige Beobachtung zeigt keine Verschlechterung der Noten,
weniger Druck in den Familien, weniger Frust und Misserfolge und eine positive
Haltung der Schüler gegenüber der Schule. Lehrerseitig zeigen sich Kapazitäten für
eine gute Unterrichtsplanung und Förderung durch Wegfall der
Hausaufgabenkontrollen.
Kommentare aus der Gesprächsrunde in der SEB Sitzung: - Kritik an der Umsetzung der „Probephase“ dieser hausaufgabenfreien Zeit –
Beschluss am SET Tag (2./3.2.2026) – Umsetzung sofort in den Klassen 3, jedoch
verzögerte Information der Eltern erst auf Nachfrage der Eltern - Unklare Kommunikation mit den Kindern: den Kindern wurde mitgeteilt, dass es
keine Hausaufgaben gäbe, in der Email von Frau Gitt hieß es, dass weiterhin
relevante Themen wie Grundrechenarten, 1×1, tägliches Lernen und Lernwörter
geübt werden sollen -> aktueller Stand: es war laut Frau Gitt in Absprache mit
Frau Maaser vorgesehen, dass punktuell Übungsblätter herausgegeben
werden; Frau Gitt will hier auf die Rückkehr von Frau Maaser warten; Frau
Maaser steht diesem Projekt positiv gegenüber; - Unterschiedliche Rückmeldungen der Eltern in Bezug auf den Wegfall der
Hausaufgaben (negativ und positiv), vor Allem dominiert bei vielen Eltern aber
Unsicherheit aufgrund der geringen Informationsdichte (Ablauf der Testphase,
fehlender Einblick in die schulischen Inhalte, fehlende Einschätzung des
Lernstandes der Kinder, Ausfall von Frau Maaser an Ansprechpartnerin, geringer
Informationserhalt aus der Schule) - Es wird berichtet, dass an weiterführenden Schulen zum Teil keine
Hausaufgaben aufgegeben werden oder auch Hausaufgabenpläne für eine
Woche zur eigenen Zeiteinteilung aufgegeben werden;
Aussicht / Fazit: - die hausaufgabenfreie Zeit wird am 04.05.2026 evaluiert werden durch die
Kinder und die Lehrer – > falls dies positiv ausfällt wird in der Schulkonferenz
durch die Lehrer ein Antrag gestellt, dass das Konzept „ohne Hausaufgaben“
auf die gesamte Schule und auf alle Klassen angewendet wird; die derzeitige
vierte Klasse soll aufgrund des Übergangs auf die weiterführende Schule vorerst
ausgeklammert werden von einer Testphase; - Die Übung, die sonst im Rahmen der Hausaufgaben geschieht, soll im Rahmen
des Schulunterrichts stattfinden – Strukturierung des Unterrichts soll dies
ermöglichen / Lernstand der Kinder wird durch die Lehrer/innen bewertet und
gefördert - Die Information an die Eltern wird verbessert, der hohe Krankenstand war
sicherlich mit ursächlich für den Verzug der Informationen
TOP 4 Änderung OGS – Neuer Träger?
Zum 01.08.2026 wird der Träger und vermutlich auch der Caterer der OGS
wechseln. Neuer Träger der OGS der Friedrich-Hiller-Schule wird der
Kinderschutzbund (Kreisverband Ostholstein e.V.) Das Personal soll erhalten
werden, sofern das Personal dies möchte. Der Kinderschutzbund ist ein sehr
erfahrener Träger mit vielen Einrichtungen.
TOP 5 Wahlen – Elternvertreter Fachkonferenz Englisch und
Philosophie
Die Fachkonferenzen Englisch und Philosophie müssen in Bezug auf die
Elternvertreter neu besetzt werden. Hierzu erkären sich folgende Elternvertreter
bereit:
Fachkonferenz Englisch: Frau Hanna Prühs-Reese
Fachkonferenz Philosophie: Frau Anja Toups
TOP 6 Verschiedenes
Das Protokoll wurde angefertigt durch Frau Prühs-Reese